Europa als Thema in Jugendbegegnungen

Europa als Thema in Jugendbegegnungen

Europa Direkt e.V. hat es sich – wie der Vereinsname bereits besagt – seit seiner Gründung im Jahr 1995 zur Aufgabe gemacht, Europa für Jugendliche erfahrbar zu machen. In unseren Austauschprojekten treffen junge Europäer und Europäerinnen auf Menschen aus anderen Ländern Europas.

Dennoch wird seit einiger Zeit in unseren Projekten immer wieder deutlich, dass sich die Jugendlichen Teilnehmenden mit dem Begriff „Europa“ schwer tun und nur wenig Konkretes mit Europa verbinden.

In seiner „Initiative pour l’Europe“ am 26. September 2017 in der Pariser Sorbonne hat der französische Präsident Emmanuel Macron mehr Mut zu Europa gefordert und dies mit konkreten Vorschlägen untermauert. Wir unterstützen diese Vorschläge zur Vertiefung der Zusammenarbeit in Europa! Wir brauchen europäische demokratische Strukturen in einem vereinten Europa. Auch in unseren Projekten möchten wir diesen Appel für „mehr Europa“ umsetzen und Europa in jedem unserer Projekte unmittelbar zum Thema machen.

Europa bedeutet für uns ein Bekenntnis zur europäischen Vereinigung. Wir meinen mit Europa in diesem Dokument vor allem die EU und die Länder, die eine Beitrittsperspektive zur EU haben.

Um dies zu erreichen organisiert Europa Direkt e.V. zusammen mit seinem Partnerverein Roudel und dem DFJW im Jahr 2018 eine Arbeitsgruppe, in der Methoden und Materialien erarbeitet werden, die es den TeamerInnen ermöglichen einen inhaltlichen Baustein zu Europa in unsere Seminare zu integrieren. Am Ende soll hierzu ein Leitfaden entstehen, der den TeamerInnen in Zukunft zur Verfügung steht und es ihnen ermöglicht kompetent den Anforderungen der europäischen Bildung im Jahr 2018 und darüber hinaus gerecht zu werden.


Ziele:

• Wichtigkeit des Themas ins Bewusstsein der TeamerInnen heben

• Rahmenbedingungen vorgeben, in welchem das Thema in den Projekten behandelt werden sollte

• Sammlung von Methoden erarbeiten


Der Leitfaden als Ergebnis

Es gibt bereits umfassende Materialien zum Thema Europa in der non-formellen Bildung. Ziel der Arbeitsgruppe wird es sein, diese konkret auf den Kontext deutsch-französischer und trilateraler Begegnungen zu beziehen und in den Seminaren direkt einsetzbar zu machen. Hierzu wird ein

Leitfaden für die Durchführung von Europa-Bildung als konstitutiver Bestandteil bi- und trilateraler Jugendaustauschprojekte entstehen. Wichtige Prinzipien der Pädagogik des DFJW, insbesondere der Austausch in den Muttersprachen der Teilnehmenden, und die Gleichberechtigung der Länder stehen hierbei im Mittelpunkt.

Die Publikation am Ende der Veranstaltungsreihe wird in einem ersten Teil die Ergebnisse der Bestandsaufnahme enthalten. Warum ist es im Jahr 2018 wichtig Europa als Thema in der Jugendarbeit stark zu machen? In einem zweiten Teil wird die Reflexion zu den Rahmenbedingungen zusammengefasst. Im dritten und wichtigsten Teil, folgt dann die Methodensammlung mit Tipps für die Durchführung im Seminar. Ein informativer Anhang mit Graphiken zu den Institutionen und Links für weitergehende Recherche soll den TeamerInnen als kleine Hilfe ebenfalls zur Verfügung stehen.


Erstes Treffen in Dresden

Im Mai 2018 traf sich die Arbeitsgruppe ein erstes Mal, um gemeinsame Ziele festzulegen und sich einen Überblick über vorhandene Ressourcen zu verschaffen.

In einem Workshop im Rahmen des Festivals BEurope vom Festspielhaus Hellerau wurde u.a. das Spiel EuroTour vorgestellt.


Zweites Treffen in Strasbourg

Beim zweiten Arbeitstreffen im Oktober 2018 wurden Methoden ausgearbeitet und Erfahrungen aus der Testphase in den Seminaren verglichen.

Die Ergebnisse gibt es dann demnächst hier.